Rezension



Romeo und Julia


Ballett von Peter Breuer | Musik von Sergej Prokofieff

 

Gibt es eine berühmtere Liebesgeschichte als Shakespeares „Romeo und Julia"? Zwei Kinder verfeindeter Clans, die durch ihre bedingungslose Liebe den tiefen Graben von Hass und Zwietracht überwinden, die jegliche Konvention außer acht lassen und damit außer Kraft setzen. Die bereit sind, für ihre Liebe ihr Leben zu geben, und am Ende mit dem Tod dafür bezahlen.

Romeo, ein Montague, hat sich auf ein Kostümfest der Capulets geschlichen. Dort begegnet er Julia, der schönen Tochter der Capulets. Ein Augenblick genügt, und das wohl berühmteste Liebespaar der Weltliteratur hat sich gefunden. Der Ungeduld ihrer Herzen folgend, lassen sich Romeo und Julia heimlich von Bruder Lorenzo trauen. Der Franziskanermönch erhofft sich durch die Hochzeit die Versöhnung der verfeindeten Familien. Doch statt einer feierlichen Schlichtung entspinnt Shakespeare eine dramatische Verkettung von Ereignissen, unglückliche Zufälle eingeschlossen. Wer außer Shakespeare, dem Kenner der menschlichen Seele, der wie kein anderer Abgründe und Ambivalenzen gekonnt darstellt, hätte diese vielschichtige Liebesgeschichte schreiben können? Um 1600 entstanden, ist „Romeo und Julia" bis heute eine Anregung für Komponisten, Filmemacher oder Choreographen. Die wohl bekannteste Ballettmusik von „Romeo und Julia" komponierte Sergej Prokofieff. Peter Breuer hat sich von diesem zeitlosen Stoff inspirieren lassen. Zur kraftvollen Musik Prokofieffs entführt er das Salzburger Publikum und lässt uns eintauchen in die Welt der verfeindeten Clans Montague und Capulet.

Premiere 22. Oktober 2010
Landestheater

 
Name
Email
Comment
Or visit this link or this one